So sieht ein Key-Gen für Vista aus. 
So wie es jetzt aussieht, scheint die ganze Sache ein Fake gewesen zu sein, einzig und allein um Journalisten an der Nase herumzuführen und einmal zu zeigen, wie schlecht einige von ihnen recherchieren. So jedenfalls ist es jetzt bei Golem, mit Verweis auf das entsprechende Forum zu lesen.
Wenn ich ehrlich bin muss ich sagen, dass mich das nicht einmal sonderlich wundert. Ich habe ja am 20. Februar schon von der Geschichte mit dem PC Magazin geschrieben, das sogar vom Presserat wegen seiner Berichterstattung gerügt wurde.
Wenn man sich die Aufmacher aktueller Computer- und Internet-Magazine anschaut, zieht der größte Teil mittlerweile tatsächlich darauf ab, mit Meldungen Quote zu produzieren, die entweder nicht haltbar sind oder so reißerisch aufgemacht sind, dass sie schon auf den ersten Blick nicht dem Inhalt entsprechen werden können.
Die meisten Schlagzeilen enthalten mittlerweile die Worte "illegale Downloads" oder "Kopierschutz knacken" und preisen dazu an, dass es im Heft die passenden Adressen oder auf beiliegendem Datenträger die entsprechenden Tools gäbe.
Ich habe mich in den letzten Tagen mal durch verschiedene Foren gearbeitet, weil ich ich gerade für die Kinder von Bekannten Material zusammen sammele, um ihnen zu zeigen, welche Folgen es haben kann, von irgendwelchen Seiten illegale Downloads zu ziehen, nur um etwas zu besitzen, für das man kein Geld ausgeben will.
Dabei bin ich auf Foren gestoßen, in denen Jugendliche zunächst damit angaben, wie gefahrlos das alles sei und das man, sollte man geschnappt werden, doch nur mit ein paar Stunden Sozialarbeit zu rechnen sei. Bis...
...ja bis sich in dem Forum ein 16- oder 17-jähriger verabschiedete, bei dem eine Hausdurchsuchung dazu führte, dass alle Rechner und Datenträger im Haus beschlagnahmt wurden, eine Gerichtsverhandlung zu einer Geldstrafe führte und jetzt noch eine Zivilklage über hohen Schadensersatz ins Haus flatterte.
Der Bengel hatte sich auch über Adressen Software beschafft, die in diversen Magazinen als illegal aber "sicher" genannt wurden. Er war allerdings zudem auch noch so dumm, die Software auf CD zu brennen und auf dem Schulhof zu verkaufen.
Jetzt frage ich mich natürlich, ob nicht gerade von den Journalisten solcher Fachmagazine eine gewisse Sorgfaltspflicht zu erwarten wäre. Jugendliche pushen sich nunmal gerne gegenseitig auf und verharmlosen auch gerne die Folgen, besonders wenn sie selbst noch nicht betroffen waren.
Sollten Redakteure, die gerade diese Zielgruppe ins Auge gefasst haben, da nicht etwas genauer darauf achten, was sie schreiben und darüber nachdenken, ob sie Jugendliche nicht direkt in den vorprogrammierten Untergang schicken, wenn sie reißerisch über diese Themen schreiben? Wäre es nicht viel angebrachter, dass solche Magazine mal Aufklärend tätig würden?
Angesichts der oben erwähnten reißerischen Aufmacher kann ich nur sagen, dass ich den großartigen Rechercheuren, die auf diese Ente reingefallen sind, diese peinliche Schlappe echt gönne.
Besonders amüsiert es mich aber, dass zwar viele über diesen Generator schrieben als würden sie ihn besitzen, aber keiner der Journalisten dieses Tool überhaupt getestet hat, sonst wär der Schwindel ja sofort aufgeflogen.
Ich jedenfalls bin zutiefst amüsiert.










Ein Kind mit Knopf im Ohr
Machen wir uns damit nicht strafbar?
"8. Bert Weingarten in diesem Zusammenhang zu interviewen, halten wir für völlig legitim. Er ist als Fachreferent auf zahlreichen internationalen und nationalen Kongressen zum Thema Internetsicherheit geladen. Zu den Zuhörern gehörten u.a. Kriminalisten, Innenminister und zahlreiche Journalisten. Zudem zitieren auch zahlreiche Printmedien Weingarten als IT-Experten (u.a. "Süddeutsche Ztg." vom 11.1.07, "Berliner Ztg." vom 13.02.07 oder "die tageszeitung" TAZ vom 25.11.06). Wir halten in diesem Zusammenhang den Vorwurf, Weingarten ein unzulässiges "Forum für seine wirtschaftlichen Interessen" geboten zu haben, für nicht gerechtfertigt. Wir haben an keiner Stelle des Beitrags über irgendwelche Produkte der Internetsicherheitsfirma berichtet. Auch den Firmennamen "Pan Amp" haben wir nicht im Kommentartext erwähnt, sondern nur kurz im Insert aufgeführt. Es ging uns ausschließlich um Weingartens Einschätzung."
(Quelle:Panorame-Stellungnahme)