Bei ihrer Verbrecherjagd gleichen die Ermittler einer Schnecke, die eine rasende Büffelherde verfolgen soll. 1995 gründete das bayerische LKA als erste Polizeibehörde in Deutschland eine Cybercop-Einheit. Damals hatte das Internet nur 16 Millionen Nutzer, es gab 18.000 Homepages weltweit, Chatten war ein Fremdwort.
Heute hat die Bayern-Truppe zehn Beamte, die in einem Gebäude an der Maillinger Straße in München die virtuelle Welt durchstöbern. Im Internet dagegen surfen 1,1 Milliarden Menschen über 120 Millionen Homepages, die Zahl der Chat-Rooms scheint unzählbar.
Und Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) gesteht:
Selbst wenn wir doppelt so viele Fahnder hätten, bliebe es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Nach dem Bericht arbeiten derzeit insgesamt ca. 350 Internet-Ermittler in ganz Deutschland. 80% der der Ermittlungen drehen sich komplett um Kinderpornografie. Geht es aber nach den Willen der Politiker, soll auch gewaltverherrlichenden Spielen gesucht werden, nach Hinweisen auf bevorstehende Amokläufe, nach "politischen Wirrköpfen", also potentiellen Terroristen, nach Bombenbau-Anleitungen, nach Nazi-Propaganda, illegalen Waffendeals, Rauschgiftgeschäften und Phishing-Seiten.
Machen wir uns nichts vor, selbst 3.000 Internet-Fahnder hätten da kaum eine Chance. Wenn alles so umgesetzt würde, wie die Politiker es sich wünschen, wäre die Polizei, auch ohne Online-Durchsuchung, zukünftig wahrscheinlich der größte Arbeitgeber im IT-Bereich.
Aber es gibt auch noch andere Probleme, wie der Bericht zeigt. Eins davon kommt hausgemacht vom amerikanischen Heimatministerium und nennt sich "Americas Army". Die amerikanische Regierung hat dieses Ballerspiel nämlich ohne Altersbeschränkung öffentlich zugänglich gemacht, um Rekruten zu werben. Spiele wie dieses sind es aber, die einige deutsche Politiker gerne verbieten würden. Das wiederum lässt aber die Doppelmoral nicht zu, denn gerade CDU und CSU, die Hauptforderer des Spieleverbots, sind ja auch die glühendsten Anhänger des amerikanischen Präsidenten. Dieser Fall wird natürlich von den Politikern nicht offen diskutiert. Man kann ja schließlich die Amerikaner nicht vor den Kopf stoßen. Bei der eigenen Bevölkerung ist das ja auch viel einfacher.
Und auch aus Niedersachsen kommen Stimmen, wie man sie vom dortigen Innenminister oder seinem Lieblingsexperten Pfeiffer nie hört:
In Niedersachsen aber glaubt man nicht mehr daran, dass mehr Fahnder auch mehr Erfolg bringen: "Wir würden ersaufen an Verfahren", warnt ein Ermittler. Denn so viele Täter sie auch im Netz aufspüren - an ihrer Haustür klingeln, sie vernehmem und gerichtsfest überführen, das müssen immer noch Kriminalpolizisten und Staatsanwälte tun. Und auch dort reichen die Einsatzkräfte für den Tatort Internet bei weitem nicht aus.
Enden möchte ich mit einem Auszug aus dem Artikel, der etwas über die Ausbildung der von Schäuble so hoch gelobten Internet-Fahnder, seinen Experten, aussagt:
Zwölf Jahre nach dem Startschuss in Bayern arbeiten Bund und Länder zum ersten Mal an einem bundeseinheitlichen Ausbildungsgang für Computer-Polizisten - bisher musste sich jede Einheit selbst beibringen, was man für die Netzwache braucht.
Das erklärt wenigstens, wieso Schäubles "Experten" so seltsame Ideen haben.
Danke an Hendric für den Original-Artikel.










Das finden wir anrüchig und verlinken daher direkt aus unserem Weblog hierher. Kann allerdings aus ethischen Gründen keine Fliegen erschlagen, muss auf deren natürlichen Tod warten, bevor ich sie eintüten kann.
Gruß
Juggernaut
Eine e-mail mit dem Text: "Einfallslose Plagiatoren, Pfui!" oder ähnlichem an die Jusos schicken - vielleicht auch gleich kombiniert mit einer Abmahnung wegen eines nicht ordnungsgemäßen Impressums (e-mail-Adresse fehlt !)
Anderswo habe ich allerdings zwei gefunden:
Jusos.Hessen-Nord@spd.de und
buero@jusos-hessen.de
Müllen wir denen also das Postfach zu!
In meinen Augen, wäre es tatsächlich nicht fair, wenn ich diese vorbeugenden Maßnahmen entferne und so eine Fliegenfalle tötlicher und gigantischer Art in Form einer 123 m² großen Todesfalle ermögliche. Ich bin kein Rücksichtsloser Mensch, der Tieren jeglicher Art (auch Jusos) ihre Chance auf das Überleben nimmt.
Da die Ameisen in meinem Bad, aber diese eindeutige Warnung des angekündigten Todes fahrlässig ignorieren, wollte ich mich erkundigen, ob ich stattdessen Ameisenhirn verschicken darf oder ob das zu viel Arbeit ist wegen der unterschiedlichen Hirnstruktur.
MfG
Kai
passt eig nich wirklich zu dem beitrag hier, aber ich weiß grad nicht wohin sonst damit (schande über mich...)
naja anyways: hast du schon von 82megaohm gehört? find ich ne sehr coole aktion so. url: http://82megaohm.de/
gruß
flo
"Die nordhessischen Jusos sind empört über eine Hetz-Kampagne im Internet, die offenkundig von der Grünen Jugend in Bayern ausgeht.â€
http://blogs.netzbegruenung.de/gjb-lavo/?p=39
Die PM der JuSos Hessen-Nord ist hier einzusehen.