Gestern schon bekam ich Antwort in Form zweier Mails.
Die erste lautete
Sehr geehrter Herr Meier,
vielen Dank für Ihre Anfrage bei www.arbeitsagentur.de.
Diese wird unter der Bearbeitungsnummer [die lasse ich mal schön weg] geführt. Bei zukünftigen Anfragen, geben Sie diese bitte stets mit an.
Ihre Anfrage haben wir zur Prüfung weitergegeben, in Kürze erhalten Sie eine Rückmeldung.
Sollten Sie weitere Fragen zu www.arbeitsagentur.de haben, steht Ihnen die Hotline unter Telefon 0 18 01 / 00 28 62 (3,9 Cent je Minute aus dem deutschen Festnetz. Bei Anruf aus Mobilfunknetzen gelten davon abweichende Preise.) zur Verfügung. Diese ist für Sie täglich von Montag bis Freitag von 8:00 - 18:00 Uhr erreichbar.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Hotline-Team
www.arbeitsagentur.de (701.P)
Die zweite Mail folgte nur wenig später:
Sehr geehrter Herr Meier,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Gern möchten wir Ihnen weiterhelfen.
Bei dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt handelt es sich um eine missbräuchliche Nutzung der JOBBÖRSE durch einen registrierten Arbeitgeber. Könnten Sie uns bitte den Absender / Arbeitgeber der Werbebotschaft nennen. Wir werden den entsprechenden Zugang umgehend sperren.
Für die Ihnen entstandene Unannehmlichkeiten entschuldigen wir uns.
Wir würden uns freuen, Sie erneut auf www.arbeitsagentur.de begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen für die Zukunft bei der Suche nach Arbeitsstellen viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Support der JOBBÖRSE
(SHe)
Mal davon abgesehen, dass ich den ganzen Vorfall, inklusive ausführlicher Hintergrundrecherche, bereits am Freitag schon geschildert hatte, verschickte ich diese Angaben eben noch einmal und fügte den Informationen noch folgende Fragen an:
Was mich jetzt aber viel mehr interessieren würde ist, was die Agentur für Arbeit bezüglich der Datensicherheit unternehmen wird. Immerhin war dieser, als Arbeitgeber registrierte Nutzer in der Lage, vollautomatisiert und tagesaktuell ganze Datensätze aus dem System der Arbeitsagentur zur extrahieren und in einer eigenen Datenbank zu archivieren.
Eine weitere Frage, die sich mir ganz unwillkürlich stellt ist, warum in der Datenschutzerklärung unter Punkt 8: Ergänzende Hinweise, die Absätze:
Vorsorglich weisen wir darauf hin, dass bei vielen Firmen
Adressdaten von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind und nicht
immer für Zwecke, die mit der JOBBÖRSE in Verbindung stehen,
verwendet werden. Für eine solche missbräuchliche Nutzung der
JOBBÖRSE übernimmt die Bundesagentur für Arbeit keine Haftung.
So gewonnene Adressdaten könnten dazu missbraucht werden, Ihnen
unerwünschte Werbung zuzusenden. Diese Art von Werbung wird
massenhaft zunehmend auch per E-Mail verteilt. In diesem
Zusammenhang raten wir dazu, mit Adressdaten, E-Mail-Adressen,
Telefonnummern etc. sorgsam umzugehen und das Portal vorzugsweise
anonym zu nutzen.
zu finden sind, wo sie doch den Bestrebungen des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (http://www.bfdi.bund.de) widersprechen und auch der Aussage der Bundesregierung, dass Daten, die bei staatlichen Institutionen gespeichert sind, nicht unbefugt in die Hände Dritter gelangen könnten.
Unabhängig von der Antwort der Arbeitsagentur, werde ich heute noch versuchen, Kontakt zum BFDI aufzunehmen und eventuell eine Stellungnahme von dort zu bekommen.
Ich bin gespannt, ob und welche Antworten ich dort bekomme.
Update 13:00 Uhr:
Es ist wirklich erstaunlich. Über die Arbeitsagentur selbst war ein Datenschutzbeauftragter ja nicht herauszufinden, jedenfalls nicht auf telefonischer Basis oder per Mail.
Jetzt telefonierte ich gerade mit dem BFDI und war recht erstaunt, als man mir dort sofort den Datenschutzbeauftragten der Agentur für Arbeit, inklusive Stellvertretung mitteilen konnte.
Der Mitarbeiter des BFDI zeigte sich übrigens sehr interessiert und fand den Sachverhalt auch sehr bedenklich.
Ich warte jetzt einmal auf die Stellungnahme der AA bezüglich meiner heutigen Mail und werde, falls nötig, in den nächsten Tagen den Datenschutzbeauftragten der AA einmal persönlich kontaktieren.










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